Ich bin nicht jedermanns Cup of Tea.
Oder auch nur „Everybodys Darling“. Und ganz ehrlich: Wenn das jemandem nicht passt, ist das nicht mein Problem.
Gestern hatte ich ein Gespräch mit einer Steuerberaterkanzlei. Budget? Vorhanden. Bedarf? Riesig. Aber ich habe schon nach drei Minuten gemerkt: Das wird nichts.
Warum? Weil sie zwei Vollzeitkräfte damit beschäftigen, die Website „hübsch“ zu machen. Da wird krampfhaft darüber diskutiert, ob im Slider Punkte oder Pfeile zu sehen sind.
Währenddessen passiert auf der Seite: Nichts. Keine Leads. Keine SEO. Kein messbarer Nutzen. Null.
Noch können sie sich diesen Luxus leisten. Steuerberater haben es zurzeit nicht nötig; die Kunden rennen ihnen die Bude ein. Solange das so ist, spielt man eben mit Slider-Punkten.
Aber die Zeiten ändern sich. Immer.
Schau dir die Handwerker an: Vor fünf Jahren noch Wartezeiten von einem Jahr und völlig überzogene Preise. Heute sieht das Blatt oft schon anders aus. Ich persönlich kläre mittlerweile die Hälfte meiner Steuerfragen mit der KI.
Jede Branche unterliegt Zyklen. Heute sind es die Coaches, morgen dieSteuerberater – wer weiß, wer übermorgen dran ist.
Was lernst du daraus für dein Business?
Hör auf, „Ja“ zu jedem Kunden zu sagen. Wenn du jeden Auftrag annimmst, nur weil das Geld stimmt, wirst du austauschbar. Und Austauschbarkeit ist der Anfang vom Ende.
Bau dein Business auf mehr als ein Bein. Wenn du Hedging-Positionen in deinem Geschäft hast (verschiedene Einkommensströme/Produkte), kannst du viel einfacher „Nein“ sagen zu Kunden, die nur deine Zeit stehlen, aber dein System nicht verstehen.
Hübsch gewinnt keinen Krieg. Eine Website, die keine Leads generiert, ist eine digitale Visitenkarte, die Geld verbrennt. In einer Rezession rettet dich kein Slider-Pfeil, sondern ein System, das liefert.
Ich baue lieber an einer Turbine, die auch dann noch dreht, wenn der Markt mal hustet, als an einer Fassade zu polieren, hinter der es hohl ist.